Car Go, Greenwheels, Drivy & Co. sind Car Sharing Plattformen, bei denen du mit einem Account auf ein Auto in deiner Umgebung zugreifen kannst, fast so als wäre es dein eigenes, ist es aber nicht! In vielen Großstädten gibt es das für Fahrräder, Roller und jetzt auch für E-Scooter. Sharing ist nichts Neues, aber das Tempo, die Einfachheit und der Umfang der Transaktionen, ermöglicht durch den technologischen Wandel, erhebt den gemeinschaftlichen Verbraucher-Gedanken auf ein anderes Niveau. Was kommt als nächstes?

Die Generation Y ist von den Babyboomern erzogen worden. Sie kennen noch die Geschichten ihrer Eltern und Großeltern aus Zeiten der Weltkriege. Für alles musste hart gearbeitet werden, sonst wirst du nichts, bist du nichts und hast auch nichts. Die Babyboomer haben mit dem Wirtschaftsaufschwung nach dem Krieg Ängste erlernt, aber durch Fleiß und harte Arbeit mehr geerntet, als sie erwartet haben. Auf Basis dieser Erfahrungen wurde die Generation Y herangezogen –  der man eine gewisse Arroganz und Faulheit vorwirft. Aber auch diese sind erklärbar: Phrasen wie „das wird schon“ und „am Ende wird alles gut“ hat sich die Generation „Möglichkeiten“ zu Herzen genommen und sich darauf ausgeruht, entspannt den Erfolg der Eltern mitzutragen.

Früher hatte man nichts, heute hat man alles! Auch wenn früher der Besitz aus Essen und einem Dach überm Kopf bestand, wurden aus zwei Dingen 20 aus 20 100 … Der Mensch wurde gieriger und die Wirtschaft großzügiger. Auch Menschen mit wenig Geld können sich im Schlaraffenland Deutschland ein gutes Leben machen. Das ist ja auch richtig so, aber es zeigt auch, in welchem Überfluss wir leben.

Die „faule“ Generation Y hat in ihrer Muße die Möglichkeit geschaffen, einen anderen Blick auf die Gesellschaft zu werfen. Statt der Midlife-Crisis ihrer Babyboomer-Eltern, hat sie in ihrer Jugend die Quarterlife-Crisis genutzt, Kritik am kapitalistischen Konsum zu üben und jetzt als Arbeitnehmer und Arbeitgeber den Fokus auf das Wesentliche zu reduzieren: Lifestyles of Health and Sustainability, kurz Lohas, auch gerne Neo Hippies genannt. Bewusstsein, Vorsorge und Nachhaltigkeit sind ihre Bedenken, doch geprägt wird ihr Lebensstil durch Genuss, Spaß und Spontanität. Dabei ist es wichtig in der Gemeinschaft zu sein und alles miteinander erleben zu dürfen. Der zunehmende Wandel vom Verständnis der Individualisierung trägt dazu bei, dass es nicht mehr ein Freikämpfen vorgefertigter Werte- und Lebensvorstellungen bedeutet, sondern eine Auseinandersetzung mit der Gesellschaft. Statt Ich-Abgrenzung eine Wir-Bindung!

Diese Bindung schafft neue Formen von Gemeinschaft, Kollaboration und Kooperation: teilen, tauschen, gemeinsam nutzen. Diese Sharing Kultur reicht von Essen, über Wohnung, bis hin zum Auto.

Der ursprüngliche Gedanke von Besitz ist zwar noch bekannt, aber immer weniger in den Köpfen der heranwachsenden Generation verankert. Ein Geben und Nehmen von Gütern, um den Nutzen dessen voll auszuschöpfen, das ist der Besitz der Zukunft! Wenn allen alles gehört, dann wird auch niemandem etwas weggenommen. Mit diesen Lebenseinstellung und Erfahrungen wächst gerade Generation Z zu jungen Erwachsenen heran und schafft zum Beispiel durch starke Charaktere wie Greta Thunberg einen neuen Megatrend: die Neo Ökologie.

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