Wie wäre es mit einer Förderung für KEIN Auto?

Okay, wir hören es täglich. Dank Greta Thunberg wird es vorerst auch überall in Europa Thema bleiben: der Klimawandel! Auf der einen Seite kann man es nicht mehr hören, auf der anderen Seite ist noch lange nicht erreicht, dass jeder Mensch sich nachhaltig und bewusst unserer Mutter Erde zuwendet.

Aussagen, die den Klimawandel leugnen, sind noch allgegenwärtig. Viele unserer Mitmenschen sind noch nicht beim Trend Nachhaltigkeit angekommen. Doch was ist mit denen, die sich für Umwelt und Natur seit Jahren einsetzen? Kann man da noch von einem Trend reden oder ist es eher eine Lebenseinstellung?

Ist der Trend Nachhaltigkeit schon wieder out und vor allem überbewertet?

Ruhig bleiben! Wir wollen mit dieser Frage nicht den Klimawandel leugnen, sondern die Schärfe aus der Würze nehmen und ein bisschen das Bewusstsein auf das Wesentliche lenken!

Die Automobil-Branche hat sich die grüne Wende förmlich unter den Nagel gerissen. Durch den Trend der Elektro-Autos wird aus einem Natur-Schutz-Programm ein kapitalistischer Schachzug. Unterstützt wird die Geldmacherei nicht nur von den großen Wirtschaftlern, sondern auch von der Politik. Erst am 4. November 2019 haben sich der Staat und die Autohersteller beim Autogipfel in Berlin auf Neuerungen und weitere Förderung von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden geeinigt. Der sogenannte Umweltbonus wird bis 2025 ausgebaut und weiterhin je zur Hälfte durch die Hersteller (Eigenanteil) und den Bundeszuschuss (Bundesanteil) gewährt. Je nach Fahrzeug-Kategorie kann der potentielle Käufer einen Zuschuss von bis zu 6.000 Euro erwarten, damit erhöht sich der Anteil um 50 Prozent.

Einige deutsche Städte wollen den Gebrauch von Verbrennungsmotor-Fahrzeugen sogar komplett verbieten – was Verbraucher in die Knie zwingt, umzusteigen: entweder kauft man sich ein neues E-Gefährt oder lässt sich seinen alten Wagen zu einem hohen Preis umbauen.

Natürlich lockt das Angebot, denn Fakt ist, dass ein Elektro-Auto keine lokalen Emissionen produziert und somit zu einer besseren Luftqualität beiträgt. Es ist aber auch Fakt, dass Elektromobilität indirekt die Umwelt belastet, und zwar bei der Herstellung und dem Bau der Batterie. Das Ausmaß dieser Umweltbelastung ist leider schwer zu beziffern. Ökobilanz-Studien, zu diesem Thema kommen zu weit auseinander liegenden und somit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Fehlende Erfahrungen, handfeste Zahlen und langfristige Erprobung fehlen auf dem Gebiet bisher gänzlich; unterstützen kann man die elektronische Mobilität zur Sicherheit trotzdem, auch wenn es Alternativen gibt, die nachhaltig der Umwelt guttun. Sarkasmus? Völlig richtig.

“Respect your Mother” (Quelle: Shutterstock)

Für wirtschaftliche Vorteile sitzt das Geld locker, für echte Veränderung nicht!

Seit Jahrzehnten setzen sich Aktivisten für den Verbot von Braunkohleabbau ein, ketten sich gegen die Abholzung des Hambacher Forsts in die Bäume, fahren entweder Gas-betriebene Autos oder nutzen den Bahn-Verkehr, vermeiden das Fliegen, ernähren sich nachhaltig, umgehen den Gebrauch von Leder, kaufen Second Hand Kleidung und vieles mehr. Sprich, sie richten ihr Leben danach aus, nicht nur von der Welt zu nehmen, sondern auch ein bisschen was zurück zu geben.

Nachhaltig wäre es, nicht die Elektro-Mobilität zu fördern, sondern solche Menschen, die sich der Erde verpflichtet haben. Eine Förderung dafür, dass man sich Bahntickets wieder leisten kann, für alle die, die kein Auto fahren und mit dem Fahrrad unterwegs sind. Ein Konzept, was daran anlehnt eben nicht der Wirtschaft zu dienen und diejenigen zu unterstützen, die noch mehr Geld in die großen Kassen der Unternehmen schustern, sondern eine Unterstützung für die echten Umweltschützer, die das Geld dafür nutzen Gutes zu tun und bewusst zu leben.

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