Montag, Juni 1, 2020
More
    Start News & Gesellschaft Gute und andere Vorsätze

    Gute und andere Vorsätze

    -

    Wer kennt das nicht: Das Jahresende rückt näher und egal wen man trifft, immer heißt es: „Und, hast du Vorsätze für das neue Jahr?“ Die meisten von uns haben schon versucht, schlechte Angewohnheiten zum Jahresbeginn abzulegen. Sei es, mit dem Rauchen aufzuhören, weniger Schokolade zu essen oder mehr Sport zu machen. Die Liste ist endlos. Auch hoch im Kurs sind abnehmen, weniger Zeit am Handy oder vor dem Fernseher verbringen, mehr Geld sparen oder mehr Zeit mit der Familie verbringen. Na, erkennt ihr euch in dem einen oder anderen Vorsatz wieder?
    In der Regel halten die guten Absichten nicht lang oder das Vorhaben wird gar nicht erst begonnen. Aber woran liegt das? Und wie funktionieren Neujahrsvorsätze wirklich?

    Der Weg ist das (Etappen-)Ziel

    Damit Vorsätze funktionieren sollten sie am besten nicht spontan beschlossen werden. Denn: wer sich zu viel vornimmt, scheitert schneller, also sollten Vorsätze realistisch geplant werden. Die Motivationsforschung zeigt, dass man mehr Elan zeigt, je näher man seinem Ziel kommt, also ist Etappen setzen angesagt. Auch sind genaue Ziele eine wichtige Hilfe. Wer sich etwas Konkretes vornimmt, hat höhere Chancen, es zu erreichen, als jemand, dessen Vorsätze eher vage sind. In Kombination könnte das zum Beispiel lauten: Ich nehme mir vor, bis Ende des nächsten Jahres mit dem Rauchen aufgehört zu haben. Bis Ende Juni will ich nur noch 10, statt 20 Zigaretten am Tag rauchen.

    Aber das wahrscheinlich wichtigste ist, ist nicht von Rückschlägen entmutigen zu lassen. Diese Regel gilt wohl für so ziemlich alles im Leben. Phillippa Lally vom University College in London geht davon aus, dass es mindestens zwei Monate dauert, bis sich neue (im Fall der Neujahrsvorsätze auch bessere) Gewohnheiten im Gehirn etabliert haben. Dabei ist es nicht schlimm, wenn man auch mal einen Tag aussetzt – Hauptsache, man fängt an und bleibt dran! Hat man sich also vorgenommen, drei Mal pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen und es funktioniert in manchen Wochen doch nur zwei Mal: egal! Hauptsache, man geht danach überhaupt noch. Funfact: Laut der 72 Stunden-Regel, sollte der Vorsatz innerhalb von 72 Stunden nach Silvester begonnen werden, ansonsten sinken die Chancen, es überhaupt umzusetzen auf 1% 😉

    Zusammen ist man weniger allein

    Sucht euch Verbündete! Vor allem bei sportlichen Vorsätzen ist es hilfreich, sie mit Freunden, Familie oder Kollegen umzusetzen. Hat man eine Verabredung fürs Fitnessstudio, ist die Versuchung abzusagen, nicht so groß. Außerdem sollten Vorsätze Spaß machen. Beispielsweise kann man das Geld, das man sonst für eine Schachtel Zigaretten ausgegeben hätte, für einen schönen Urlaub zurücklegen. So hat man ein Ziel vor Augen, auf das sich Hinarbeiten lohnt. Auch ist es wichtig, Vorsätze nicht negativ zu formulieren. Anstatt sich vorzunehmen, weniger Süßes zu essen, kann man sich stattdessen versprechen, sich nach jeder Sporteinheit ein Stückchen Schokolade zu gönnen. Denn bekanntlich ist die Wahrscheinlichkeit höher, etwas wieder zu tun, wenn man sich davor verboten hat, es zu tun.

    Also los Trendspotter, packt euren inneren Schweinehund und startet in die neue Dekade! Egal ob ihr abnehmen, mit dem Rauchen aufhören oder achtsamer mit euch selbst sein wollt, eure Trendspot-Redaktion drückt euch die Daumen für eure Vorsätze und wünscht euch einen guten Rutsch ins Jahr 2020!

    Carolin Annuscheit
    Carolin Annuscheit
    Slam Poetin / Horror Movie Addict / Mental Health Warrior

    Kommentieren Sie den Artikel

    Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
    Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

    Redaktionstipp

    Du willst mehr?

    Lade dir die Trendspot APP und interagiere mit den Inhalten aus diesem Magazin! Stelle dein Trendsinn unter Beweis und gewinne Gutscheine und Cash!

    Trend Ticker