Nachhaltigkeit ist in, das Bewusstsein für eine ökologische und plastikfreie Lebensweise nimmt stetig zu. Im Internet gib es zahllose Websites mit Tipps und Tricks, die den Umstieg auf weniger Plastik und Chemikalien im Alltag erleichtern sollen. Auch an mir ist das natürlich nicht vorübergegangen. Doch wie einfach sind die Rezepte wirklich umzusetzen? Und funktionieren sie genauso gut wie Waschmittel, Allzweckreiniger und Co. aus dem Supermarkt? Ich habe es für euch getestet.
Alles will geplant sein
Zuerst brauche ich natürlich ein Rezept. Davon gibt es genug, überzeugt hat mich letztendlich die Website smarticular.net. Sie ist sowohl übersichtlich als auch angenehm gestaltet und alle Do-it-yourself-Rezepte werden leicht verständlich erklärt. Außerdem gibt es viele weiterführende Infos zu Produkten und Wirkstoffen, auch empfohlene Zutaten werden häufig verlinkt, um sie direkt nachkaufen zu können. Gefällt mir! Da ich auf diesem Gebiet noch Neuling bin, entscheide ich mich zu Beginn für zwei Rezepte: Flüssigwaschmittel und Allzweckreiniger.
Meine Einkaufliste:
- Waschsoda
- Kernseife
- Ätherisches Öl
- Natron
- Zitronensaft
Das Öl ist optional für den Duft beziehungsweise die antibakterielle Wirkung, ich habe mich für Lavendel- beim Waschmittel und Teebaumöl beim Allzweckreiniger entschieden. Zum Abfüllen habe ich leere Waschmittelflaschen benutzt und eine leere Sprühflasche für den Reiniger. Wer nichts davon zuhause hat, kann sich günstig Glasflaschen für die Aufbewahrung kaufen. Beim Shopping für mein DIY-Projekt wurde ich angenehm überrascht: alle Zutaten gab es günstig im Supermarkt oder in der Drogerie, für alles habe ich insgesamt circa fünf Euro ausgegeben. Eindeutig billiger, als eine Packung Waschmittel.
Mischen und Pantschen
Jetzt geht es ans Eingemachte! Zwei große Töpfe, Löffel, Schneidebrettchen und Messer, wer die Kernseife lieber in feinen Flocken haben möchte, nimmt stattdessen eine Käsereibe. Dazu ein Trichter für das spätere Abfüllen. Und was soll ich noch sagen? Ich bin begeistert. Sowohl die Vorbereitung als auch die Zubereitung selbst gehen so verdammt schnell! Insgesamt habe ich circa eine halbe Stunde in der Küche gestanden. Daraus wurden dann 2l Waschmittel und 1l Reiniger. Und ich habe immer noch genug Natron, Soda und Kernseife übrig, um noch mindestens 10l von beidem herzustellen! Es ist wirklich unglaublich, wie viel Geld man durch das Selbermachen einsparen kann.
Der Härtetest
Aber das wichtigste kommt natürlich erst noch! Ich putze und wasche zum ersten Mal mit den DIY-Produkten. Patient Null ist die alte Herdplatte meiner WG, die auch schon bessere Zeiten gesehen hat. Einsprühen, kurz einwirken lassen, nachwischen, fertig. Es funktioniert! Sogar genauso gut, wie mit dem gekauften Reiniger. Jetzt will ich es aber wissen und packe direkt eine Ladung Wäsche in die Waschmaschine. Hier wird es knifflig, da ich keine Kleidung mit Soßenflecken oder ähnlichem zum Testen habe, also wird sich das Waschmittel beim nächsten Spaghetti-Essen erneut bewähren müssen. Aber was ich sehe (und vor allem rieche!) gefällt mir. Alles wirkt sauberer und duftet wunderbar nach Lavendel, wobei der Geruch beim Trocknen nochmal deutlich nachlässt.
Mein Fazit? Omas alte Hausmittel können es durchaus mit Weißer Riese und Co. aufnehmen! Auf jeden Fall werde ich weiter experimentieren, denn es gibt noch so viel mehr zu entdecken und auszuprobieren. Mein nächstes Projekt? DIY-Seife, Shampoo und Deo!
Zum Nachmachen
Diese Rezepte von Smarticular habe ich benutzt:
Natron-Allzweckreiniger Viel Spaß beim Nachmachen! 😊









