Freitag, Mai 29, 2020
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    Sechs Trendfragen zum Thema Unternehmensführung

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    So unterschiedlich Unternehmen und ihre individuellen Erfolgsfaktoren auch sein mögen –zahllose Studien, wissenschaftliche Untersuchungen und auch die praktische Gründungs- und Beratungserfahrung zeigen es immer wieder: Bei genauerem Hinsehen lassen sich bei erstaunlich vielen exzellenten und erfolgreichen Organisation immer wieder starke Gemeinsamkeiten feststellen! 

    Ein ganz wesentlicher Aspekt hierbei ist die Qualität der Unternehmensführung. Und zwar nicht nur in der individuellen Besetzung des CEO, CTO, COO und weiterer Führungspositionen, sondern gerade auch in der Art und Weise, wie diese Personen ihre Führungsfunktion wahrnehmen.  

    Dies wird in zahlreichen etablierten Unternehmen deutlich, gilt aber ebenso für Start-Up’s, die nach einer ersten dynamischen Entwicklungsphase ihr weiteres Wachstum sichern und bewusst gestalten wollen. 

    Die folgenden Trendfragen beleuchten einige in diesem Zusammenhang wesentliche Aspekte „guter Unternehmensführung“.  

    Bewertet die jeweiligen Aussagen gern in der trendspot App mit „Top“ oder „Flop“. Es lohnt sich!  

    1. Wir haben schriftlich fixierte Unternehmensleitlinien, die von den Beschäftigten mitgetragen werden! 

    Eine Vielzahl von Unternehmen und Organisationen verfügen heute über schriftlich formulierte Strategieleitlinien, Unternehmensgrundsätze, „Mission-Statements“, „Policies“ o.ä. – und nicht immer wurden die Beschäftigten aktiv in deren Erarbeitung eingebunden. 

    Ein wichtiger Schritt zur praktischen Umsetzung solch oftmals eher abstrakten Leitlinien ist daher ihre wirksame und adressatengerechte interne Kommunikation. Damit Unternehmensziele und Werte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tatsächlich verstanden, reflektiert, getragen und aktiv unterstützt werden! 

    2. Schwachpunkte und Fehler an unseren Produkten/Dienstleistungen werden frühzeitig erkannt und abgestellt! 

    Die Guten in’s Töpfchen, die schlechten in’s Kröpfchen?“ Schon lange reicht es nicht mehr aus, fehlerhafte Produkte oder Leistungen erst am Prozessende zu erkennen und gerade noch rechtzeitig auszusondern, bevor sie zu größeren Problemen führen. 

    Eine ressourcenoptimierende, agile und letztlich auch erfolgreiche Unternehmensführung erfordert vielmehr eine Fehlerkultur, die Schwachpunkte, Abweichungen und Probleme möglichst frühzeitig erkennt und auch über interne Schnittstellen hinweg offen thematisiert. Nur so lassen sich Ursachen und Hintergründe angemessen analysieren, wirksame Lösungen erarbeiten und gemeinsam umsetzen! 

    3. Für uns relevante interne und externe Veränderungen werden systematisch analysiert und berücksichtigt! 

    Nicht erst seit der Corona-Krise wissen wir, dass neben längerfristig absehbaren Veränderungen im Unternehmensumfeld auch unvorhergesehene Entwicklungen und Einflussfaktoren sowie die Reaktion darauf eine wesentliche Rolle für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung spielen. 

    Die wichtigen internen und externen Themen im Kontext der Organisation zu erkennen und zu adressieren ist Voraussetzung dafür, die richtige Balance zwischen längerfristiger strategischer Ausrichtung, taktisch-operativen Maßnahmen und kurzfristigem Krisenmanagement zu finden! 

    4. Wir nutzen aussagekräftige Kennzahlen, um Kundenwahrnehmung und Prozessleistung zu bewerten und zu steuern! 

    Finanzbezogenen Daten und Analysen sind ohne Zweifel wichtig. Für eine proaktive und längerfristig erfolgreiche Steuerung von Unternehmen und Organisationen reichen sie aber heute nicht mehr aus. 

    Zumindest für die Wahrnehmung durch Kunden und Nutzer von Produkten und Dienstleistungen sowie die Leistung der wesentlichen Unternehmensprozesse sollten aussagekräftige Kennzahlen definiert werden, die als KPIs oder Key Results kontinuierlich verfolgt und bewertet werden! 

    5. Unsere Geschäftsprozesse werden schnittstellenübergreifend analysiert, gesteuert und optimiert! 

    Ein hoher Anteil der Reibungsverluste innerhalb von Unternehmen und Organisationen entsteht an den Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Funktionsbereichen und Abteilungen. 

    Eine systematische Analyse der Unternehmensprozesse und die gezielte Weiterentwicklung der internen Kunden-Lieferantenbeziehungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung und Verstetigung der Leistungsfähigkeit von etablierten Unternehmen und Start-Up’s gleichermaßen! 

    6. Unternehmensleitung und Führungskräfte engagieren sich deutlich wahrnehmbar für die Werte und Ziele unserer Organisation! 

    Das Engagement von Unternehmensleitung und Führungsebene sollte über die Erarbeitung und Kommunikation von Unternehmensstrategie und -leitlinien und die regelmäßige Beteiligung an Meetings von Führungskreisen oder Abteilungsleitungen hinausgehen. 

    Gerade und besonders in schwierigen Zeiten sind ein sichtbares persönliches Engagement und eine aktive Wahrnehmung der Promotorenrolle der obersten Leitungsebene besonders wichtig: Für die akute Krisenbewältigung, die erfolgreiche Realisierung schmerzlicher Maßnahmen und die dauerhafte Motivation von Beschäftigten und mittlerer Führungsebene zur Erreichung neuer Ziele. 

    bsk rauscher logo

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